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Die Einführung des SALK- (1954) und des SABIN-lmpfstoffs (1959) hat zu großartigen Ergebnissen bei der Bekämpfung der Polio geführt. Nicht zuletzt deshalb zählt sie heute zu den fast vergessenen Erkrankungen.
Die beste Vorsorge ist die Impfung. Personen, die in der Kindheit eine Polio-Infektion durchgemacht haben, sind gegen das Virus lebenslang immun. Da es jedoch drei Typen des Polio-Virus (Brunhilde, Lansing und Leon) auf der Welt gibt, sind sie trotzdem danach gefährdet, erneut an Polio zu erkranken, wenn der Verursacher einer der anderen Typen ist. Eine Impfung hingegen schützt vor allen drei Erregertypen.
Impfstoff nach Salk besteht aus abgetöteten Viren. Er besitzt den Vorteil, dass er gut haltbar ist. Der Nachteil ist jedoch, dass er teuer ist, einen kürzeren Schutz verleiht und 3-mal injiziert werden muss.
Schluckimpfung nach Sabin besteht aus unschädlich gemachten lebenden Viren. Der Impfstoff von Sabin ist billig und sehr effizient. Außerdem wird er oral verabreicht (Schluckimpfung). Der Nachteil besteht darin, dass er wärmeempfindlich ist. Deshalb ist er für Impfungen in tropischen Ländern praktisch ungeeignet, es sei denn er wird permanent gekühlt transportiert (heute möglich und auch praktiziert)
Heute werden abgetötete Viren gespritzt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erzeugt der Totimpfstoff allerdings nicht die gleiche Schleimhaut-Immunität wie die Schluckimpfung. Da in den letzten Jahren aber keine Polio-Fälle mehr aufgetreten sind, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des RKI das Immunisieren mit dem Totimpfstoff.
Nur hohe Durchimpfungsraten können dann ein Ausbreiten der Erkrankung verhindern.
Impfschutz auffrischen bei Reisen. Alle Kinder und Erwachsenen sollten ihren Impfschutz auffrischen, bevor sie in Länder mit mangelnden hygienischen Bedingungen reisen. Diese vorbeugende Maßnahme wird auch heute noch dringend empfohlen.
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